Zeitungsbericht der Pirmasenser Zeitung zur Relegationsrunde

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Zeitungsbericht der Pirmasenser Zeitung zur Relegationsrunde

Beitragvon Peter Becker » 07.05.2018 07:11

Der zweite Fast-Aufstieg – diesmal fehlt ein Spiel

Tischtennis: TTC Pirmasens in Relegation ungeschlagen, Sprung in Oberliga misslingt dennoch – TTC Nünschweiler steigt ab

Spannender als am Samstag in Nünschweiler kann eine Tischtennis-Aufstiegsrunde wohl nicht sein: Nur ein Spiel fehlte den Damen des TTC Pirmasens (Vizemeister der Pfalzliga) nach einem Sieg und einem Remis zum Aufstieg in die Oberliga. Umso größer ist die Enttäuschung für die Pirmasenserinnen, da auch das entscheidende Rundenfinale gegen den TTC Riedelberg ähnlich lief. Der TTC Nünschweiler (Drittletzter der Oberliga) steigt dagegen nach zwei Niederlagen in die Pfalzliga ab. Lachender Dritter ist der TTV Niederlinxweiler (Vizemeister der Saarlandliga), der die Relegationsrunde der drei Mannschaften im Modus „Jeder gegen Jeden“ mit einem Sieg und einem Remis für sich entschied.

TTC Pirmasens - TTC Nünschweiler 8:6. Nach einer Spielzeit von über drei Stunden gewann Pirmasens überraschend knapp. Denn zu Beginn sah es auf dem Papier nach einer klaren Angelegenheit für den Pfalzligisten aus, da Nünschweiler ohne die Spitzenspielerin Lisa Girolimetto und Linda Batteiger antrat. „Als dazu noch der Einsatz von Tanja Hennecke fraglich war, wollten wir auf die Relegation komplett verzichten“, berichtete Nünschweilers Trainer Peter Becker. Da der Wettbewerb aber eine Veranstaltung des Deutschen Tischtennisbundes ist, hätte eine Abmeldung seinen Verein 700 Euro gekostet. So stellte Becker sein Team bestmöglich ein: „Wir wollen uns mit Anstand aus der Oberliga verabschieden.“ Das taten die Damen des TTC Nünschweiler dann auch. Gegen Pirmasens stand es nach den beiden Doppeln 1:1. Wobei im zweiten Doppel mit Isabelle Schütt und Jasmin Veith gegen Anika Links und Stefanie Hess die Pirmasenserinnen nach zwei Satzgewinnen im dritten Satz bereits mit 4:1 führten, das Spiel aber noch verloren. Ein interessantes, schnelles, angriffsbetontes und enges Spiel entwickelte sich zwischen den jungen Nachwuchstalenten Isabelle Schütt und Anika Links, das die souverän auftretende Links gegen die emotional spielende Schütt in drei Sätzen für sich entschied. Stark auf Nünschweiler Seite spielte Jasmin Veith, die alle Spiele gewann. Überraschend gab die Pirmasenser Nummer eins Monika Kiefer zwei Einzel ab.

TTC Pirmasens - TTV Niederlinxweiler 7:7. Nach dem knappen Sieg gegen den TTC Nünschweiler wären die Pirmasenser Damen mit einem Sieg gegen den Saarlandvertreter in die Oberliga aufgestiegen. Doch nach einem spannenden und am Ende dramatischen Schluss mussten sie sich mit einem Unentschieden begnügen und waren anschließend vom Ausgang der letzten Partie abhängig. Trotz des guten Auftaktes gegen Nünschweiler rotierten die mit sechs Spielerinnen angetretenen Pirmasenserinnen gegen Niederlinxweiler. Angelika Links und Bettina Schmidt pausierten in den Einzeln. Dafür kamen Stefanie Hess und Sabine Podgorski zum Einsatz. Sabine Podgorski wäre im letzten Spiel fast für den Sieg und Pirmasenser Aufstieg verantwortlich gewesen. Gegen die Favoritin Karina Gefele hatte sie den Sieg auf dem Schläger. Nach verlorenem ersten Satz führte Podgorski mit 2:1 und war beim Stand von 8:8 im vierten Satz kurz vor der Sensation – nur drei Punkte fehlten. Doch die Saarländerin konnte noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen, gewann den Satz mit 11:8 und war im fünften Satz nicht mehr zu bremsen. Kein Team konnte sich zuvor in einer Begegnung auf Augenhöhe entscheidend absetzen und die Spannung spitzte sich immer mehr zu. Vor allem Monika Kiefer konnte sich nach ihren beiden Niederlagen gegen den TTC Nünschweiler eindrucksvoll rehabilitieren und holte drei Siege für ihr Team. Höhepunkt der knappen Begegnung waren die beiden Einzel von Monika Kiefer gegen die Nummer eins Viktoria Bohrer und Anika Links gegen Karina Gefele. Anika Links lag gegen Karina Gefele mit 0:2 nach Sätzen zurück. Dann aber fand sie immer besser in ihr Spiel und konnte zum 2:2 ausgleichen. Doch im Entscheidungssatz war Gefele nach einer Klasseleistung beider Spielerinnen den entscheidenden Tick besser. „Ich konnte zwar den Rückstand aufholen, doch der Druck wurde immer größer. Karina Gefele hatte im fünften Satz dann einfach den besseren Start“, bilanzierte die enttäuschte Anika Links. Durch das Unentschieden musste die Entscheidung in der letzten Partie des Tages zwischen Nünschweiler und Niederlinxweiler fallen. Im Falle eines 8:6-Sieges der Saarländerinnen wäre Pirmasens aufgrund des besseren Satzverhältnisses durch gewesen.

TTV Niederlinxweiler - TTC Nünschweiler 8:5. Eine bravourös kämpfende Nünschweiler Mannschaft versuchte alles, um den Pirmasenserinnen in dem für sie unbedeutenden Spiel doch noch den Sprung in die Oberliga zu ermöglichen. Nach zwei Einzelerfolgen der 39-jährigen Abwehrspielerin Jasmin Veith gegen Viktoria Bohrer und Karina Gefele und dem Sieg von Isabelle Schütt gegen die Nummer eins Viktoria Bohrer lag der TTC Nünschweiler zwar schnell mit 3:7 im Hintertreffen und alles sah nach einer klaren Niederlage aus. Aber plötzlich keimte Hoffnung bei den in der Halle zuschauenden Fans und Spielerinnen des TTC Pirmasens auf. Isabelle Schütt verkürzte gegen Josina Lesch auf 4:7. Tanja Hennecke bezwang überraschend Viktoria Bohrer und es stand 5:7 – noch ein Erfolg für Nünschweiler und der TTC Pirmasens steigt auf. Dann ging die junge Ann-Kathrin Becker gegen die große Favoritin Karina Gefele an den Tisch. Schnell stand es 2:0 für Gefele, doch plötzlich traf Becker die Bälle immer besser und spielte sich in einen regelrechten Rausch und glich nach Sätzen zum 2:2 aus. Gefele zeigte Nerven, denn sie wusste, dass eine Niederlage das Aus für ihre Mannschaft bedeutet. Im alles entscheidenden fünften Satz riss sich die Saarländerin noch einmal zusammen und brachte das Spiel unter Dach und Fach. Die an diesem Wochenende unbesiegte Jasmin Veith erklärte zu ihrem Abschneiden: „Ich spiele aufgrund meines Schlägermaterials sehr gerne gegen junge Spielerinnen. Diesen Vorteil kann ich noch relativ oft ausnutzen“. Wie es nach der Runde weitergeht, ließ sie offen: „Ich höre aber sicherlich nicht komplett auf“. Angelika Links, der wie allen ihren Teamkameradinnen nach der Begegnung die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben war, bilanzierte für Pirmasens: „Es ist sehr schade, dass es wieder nicht zum Aufstieg gereicht hat, obwohl wir heute kein Spiel verloren haben. Es war zwar klar, dass es knapp werden würde, aber dass es nur an einem Spiel Unterschied liegt, ist sehr deprimierend.“
Dem Bericht ist von meiner Seite aus niichts mehr hinzuzufügen. Klasse Leistung unserer Damen in ihren letzten beiden Spielen für unseren Verein.
Tischtennis ist nicht alles, aber schön ist es
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